Gegenwärtige Adresse:
ul. Gliwicka 5

Alte Hypothek:
- 26 (in 1765)
- 24 (ab 1800)

Historische Adressen:
- Gleiwitzerstrasse 5 (bis 1922; 1939–1945)
- ul. Gliwicka 5 (1922–1939 und ab 1945)

Baujahr: unbekannt

Architekt: unbekannt

Investor: unbekannt

Eigentümer:
1765: Ernst Löscher
1800–1822: Anton Barbarino, Kaufmann
1827–1842: Johann Bannerth, Kaufmann
1853: Adam Springer
1868: Frau Kern
1879–1880: Teophil Martin
1895–1912: Franz Neumann
1926–1939: Magistrat

     
Polski / Polnisch
Adressen:
ul. Bondkowskiego
ul. Gliwicka
ul. Górnicza
ul. Krakowska
Rynek
ul. Sienkiewicza
ul. Szymały
ul. Tylna
ul. Wajdy
ul. Zamkowa
pl. Żwirki i Wigury
Personen
Literaturverzeichnis
Stadtplan
 
 
 

Beschreibung:
Gemauertes einstöckiges Haus auf einem rechteckähnlichen Grundriss. Fassaden mit neuklassischen Formen, von der südlichen Seite mit Doppelarkaden-Laubengang mit Kreuzgewölbe, von der westlichen Seite eine dekorative Skulptur und ein Tympanon. Die Skulpturen wahrscheinlich aus den letzten Jahren des 19. Jhdt. In der Mitte ein Tondo mit idyllischer Szene mit zwei Putti und einem Eichhörnchen, seitlich zwei weibliche Figuren im antiken Gewand, wahrscheinlich Hebe (mit Krug) und Nike (mit Kranz). Fenster rechteckig. Im Inneren des Erd- und Obergeschosses – Kuppelgewölbe.


Gliwicka 5, Fot. 2012.

Zusätzliche Informationen, Umbauten:
Das Haus ist unter den von dem Brand am 09.07.1746 betroffenen Häusern nicht aufgeführt, da es wahrscheinlich ein gemeinsames Grundstück mit dem benachbarten Haus an Gliwicka (damals „14. Ring”) bildete. Dieses Grundstück musste auch die Parzellen bei der jetzigen Gliwicka 7 und Ratuszowa 12 umfassen. In 1765 gehörte dieses Gelände nur einer Familie — Löscher, wovon bereits der dem Ernst Löscher zugehöriger Eckteil (jetzt Gliwicka 5) ausgesondert wurde.


Gliwicka 5, Fot. Anfang 20. Jhdt.

Nach dem Kataster von 1765 war das Haus 270 Thaler wert und blieb bis zum Hauskauf durch Johann Bannerth (zwischen 1822 und 1827) unverändert, als der Wert zuerst auf 1000, später 1500 und letztendlich auf 2000 Thaler gestiegen war. Wahrscheinlich in der Zeit vom Bannert‘schen Eigentum wurde das Haus erweitert und aufgestockt: im Obergeschoss wurde ein Club eingerichtet, an dessen Stimmung Rudolf von Carnall in einem Brief an Emilie von Büttner vom 09.12.1827 sich so erinnerte: Meine liebe Emilie! um 11 Uhr bin ich mit Giehnen hier fortgefahren, und langte um 1/4 1 in Beuthen an. Wir aßen, eingeladener Weise bei Winkler zu Mittag, und nach dem Essen kam der v. Oserowsky auch hin. So blieben wir bis 1/ 2 7 Uhr zusammen und segelten in ziemlicher Finsterniß wieder heimwärts. Giehne ließ bei Bannerth vorfahren, und wir gingen nach der Resource hinauf; ich hatte es vor, mich sogleich wieder zu drücken; allein durch mehrere Zwistigkeiten, die mir zur Mittheilung viel zu langweilig sind, unter den Whyst - Damen, hatten die Bog. und die Kühne! keine Parthin, - ich holte daher die Schramm herbei, und mit diesen dreien habe ich den Abend das unausstehliche Kartenspiele getrieben, bis die Erlösungsstunde endlich schlug. Die jungen Mädchen sind aber doch jetzt ganz erbärmlich verlassen, auch nicht ein Mensch ist hier, welcher derselben annähme. In dem Saale auf und abwandernd haben sie eigentlich gar nichts begonnen. ( ... )

Interessant ist auch, dass der Hauseigentümer am Anfang des 19. Jhdt. über 100 Jahre in Erinnerung geblieben ist, weil am Anfang des 20. Jhdt. eine Postkarte mit der Diele und der Kaufmannswaage in diesem Hause als Barbarinosches Haus betitelt war. Die Waage in der Diele musste ein Erinnerungsstück nach den vergangenen Jahren sein, denn heutzutage gibt es keine Spuren davon. Seit 1926 gehörte das Haus der Stadt; Hier wurde ein Archiv eingerichtet und in 1938 den Sitz eines Museums eingeplant.


Gliwicka 5, Waage, Fot. vor 1945

Od 1926 r. budynek należał do miasta, urządzono tu archiwum, a w 1938 r. zaplanowano także umieścić tu muzeum.


     


Tondo mit Putti, Fot. 2011


Hebe , Fot. 2011


Nike, Fot. 2011

 
 

Archivalien, Literaturnachweise, Links:

Archiwum Państwowe w Katowicach (Staatsarchiv Katowice),
• Bestand Nr. 1441, Akta miasta Tarnowskie Góry, Az.: 231 – 232 (Bürger Rolle der Stadt Tarnowitz); 2216 – 2230 (Feuer Societaets-Catastrumder Stadt Tarnowitz etc.)

Archiwum Państwowe we Wrocławiu (Staatsarchiv Breslau),
• Rep. 135, nr 700, Chronik der Stadt Tarnowitz erfasst von Lehrer C. Winkler in Tarnowitz.

Archiwum Stowarzyszenia Miłośników Ziemi Tarnogórskiej (Archiv des Freundeskreises des Tarnowitzer Landes),
• Bildsammlung

Urząd Miejski w Tarnowskich Górach, Archiwum Zakładowe (archiwum budowlane), (Stadtamt Tarnowskie Góry, Betriebsarchiv (Bauarchiv))
• Az.: A 1540

Rudolph von Carnall, Listy do Emilie von Büttner z listopada i grudnia 1827 r., tłumaczenie za: „Entenring”, nr 3, luty 2006, s. 13.


       

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