Gegenwärtige Adresse:
ul. Krakowska 1

Alte Hypothek:
- 43 (in 1765 r.);
- 191 (ab 1800 r.).

Historische Adressen:
- Krakauerstrasse 1 (do 1922; 1939-1945)
- ul. Krakowska 1 (1922-1939 i od 1945)

Baujahr: 1874 Umbau: 1929

Architekt: Constantin von Koschützki

Bauherr: Abraham Brieger

Eigentümer:
1765: unbebaute Fläche
1800–1811: Friesc, Tuchmacher
1812–1832: Isaac Bloch, Kaufmann
1840–1875: Abraham Brieger
1875–1898: Philippine Brieger
1905–1911: Aaron i Leo Perlberg
1929–1930: Deutsche Volksbank Tarnowitz (Niemiecki Bank Ludowy Tarnowskie Góry)


     
Polski / Polnisch
Adressen:
ul. Bondkowskiego
ul. Gliwicka
ul. Górnicza
ul. Krakowska
Rynek
ul. Sienkiewicza
ul. Szymały
ul. Tylna
ul. Wajdy
ul. Zamkowa
pl. Żwirki i Wigury
Personen
Literaturverzeichnis
Stadtplan
 


 
 

Zusätzliche Informationen über Bewohner:

Isaac Bloch (15.03.1761, Langendorf – 1843) entstammte der Familie des Krakauer Rabbiners Wolff Dajan, der dort um die Hälfte des 17. Jhdt. lebte. Sein Nachfolger und einer der Ahnen von Isaac, Rabbi Jonatan Bloch (1664–1722) studierte in Prag und setzte sich in Langendorf nieder, wo er den jüdischen Friedhof, eines der wertvollsten erhaltenen Objekte der jüdischen Kultur in Oberschlesien, anlegte. Isaac Bloch war der erste jüdische Bürgers, dem die Stadtrechte in Tarnowitz (11.11.1812) verliehen wurden und der in den Schützenbund (1812) aufgenommen wurde. Es ist noch zu erwähnen, dass die Tarnowitzer Christen bis zu Erlassung des Emanzipationsediktes von 1812 tatkräftig gegen die Handelszulassung und Verleihung der Stadtwohnrechte an Juden vorgegangen waren. Bloch war zuerst Eigentümer des Hauses bei ul. Krakowska 3, das er erheblich erweiterte und zog dann in den Markt [siehe. Rynek 15] um.

     

 

 
 


Beschreibung:

Gemauertes, viergeschossiges Eckhaus auf dem Grundriss eines Vielecks mit rechteckigen Fensteröffnungen. Gegenwärtig ohne Stilmerkmale, ursprünglich (1874–1929) mit Neurenaissanceformen.

Constantin von Koschützki, Entwurf des Hauses bei ul. Krakowska 1, 1874

Zusätzliche Informationen, Umbauten:
Bis 1898 bildete das jetzige Gelände eine Parzelle mit der Bebauung der jetzigen ul. Krakowska 3. Bis Anfang des 19. Jhdt. war es eine unbebaute Fläche (genauso wie die anderen zahlreichen Parzellen bei der jetzigen ul. Krakowska). Das erste Haus wurde hier wahrscheinlich um 1815 errichtet. In 1874 wurde das Neurenaissancehaus nach dem Plan von Constantin von Koschützki mit großen Ausstellungsfenstern im Erdgeschoss (das erste derartige Haus in Tarnowitz) gebaut. In 1929 wurde das Bürgerhaus nach den Plänen von Konrad Güntzel umgebaut. Es entstanden damals Wasser- und Abwasserinstallation, Trennwände, Unterkellerung und neue Fenster. Infolge dieser Umbaumaßnahmen wurden alle dekorativen Elemente entfernt und das Dachgeschoss in das dritte Stockwerk umfunktioniert.

kizze zur Umgestaltung der Ladenvitrine, ul. Krakowska 1, 1950


     


Haus bei ul. Krakowska 1, Zustand
aus den ersten Jahren des 20. Jhdt.

Haus bei ul. Krakowska 1, 1937

 

 
 

Archivalien, Literaturnachweise, Verweise:

Archiwum Państwowe w Katowicach (Staatsarchiv Katowice),,
• Bestand Nr. 1441, Akta miasta Tarnowskich Gór, Az.: 231 – 232 (Bürger Rolle der Stadt Tarnowitz); 2216 – 2230 (Feuer Societaets-Catastrumder Stadt Tarnowitz etc.)

Archiwum Państwowe we Wrocławiu (Staatsarchiv Breslau),
• Rep. 135, nr 700, Chronik der Stadt Tarnowitz erfasst von Lehrer C. Winkler in Tarnowitz.

Urząd Miejski w Tarnowskich Górach, Archiwum Zakładowe (archiwum budowlane) [Stadtamt Tarnowskie Góry, Betriebsarchiv (Bauarchiv)],
• Az.: A 463

Krzysztof Gwóźdź, Bractwo Strzeleckie w Tarnowskich Górach historia i współczesność, Tarnowskie Góry 2008.

Historia Tarnowskich Gór, Red. J. Drabina, Tarnowskie Góry 2000.

Marek Wojcik, Kamienice przy ulicy Krakowskiej w Tarnowskich Górach (1866–1910), „Rocznik Muzeum w Tarnowskich Górach” 2011, Band 3, S. 8-12.


         

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