Gegenwärtige Adresse:
ul. Krakowska 2

Alte Hypothek:
- 27 (in 1765 );
- 190 (ab 1800 )

Historische Adressen:
- Krakauerstrasse 2 (bis 1922; 1939–1945)
- ul. Krakowska 2 (1922–1939 und ab 1945)

Baujahr (betriff das im Jahr 1945 verbrannte und endgültig in 1956 abgerissene Haus): wahrscheinlich 1866

Architekt (betriff das im Jahr 1945 verbrannte und endgültig in 1956 abgerissene Haus): wahrscheinlich Constantin Koschützki

Bauherr (betriff das im Jahr 1945 verbrannte und endgültig in 1956 abgerissene Haus): Markefka

Eigentümer:
1765–1800: Joseph Schittinger (Schüttinger), Klempner
1811: Schittinger‘s Erben
1817–1832: Balzer Hettmainczik, Metzger
1840–1863: August Markefka, Schmied
1880: Markefka
1888–1926: Thomas Kapsa (1844-1926), Kaufmann
1926–1945: Engratia Kapsa und Lucia de Schwarz geb. Kapsa

     
Polski / Polnisch
Adressen:
ul. Bondkowskiego
ul. Gliwicka
ul. Górnicza
ul. Krakowska
Rynek
ul. Sienkiewicza
ul. Szymały
ul. Tylna
ul. Wajdy
ul. Zamkowa
pl. Żwirki i Wigury
Personen
Literaturverzeichnis
Stadtplan
 


 
 

Eigentümer und Einwohner:

Thomas Kapsa, geb. in 1844 in Myslowitz als Sohn von Antoni und Jadwiga Kapsa geb. Góralczyk. Die Familie Kapsa war katholischer Konfession. Thomas handelte mit Tabak. Gleich nach der Niederlassung in der Stadt (Ring 8) in wurde Schützenband aufgenommen und am 15. Mai 1876 die Marie Klausa (geb. 1850) geheiratet. In den 80-er Jahren des 19. Jhdt. kaufte er weitere Häuser - Rynek 7 und Krakowska 2. So wurde er zum Eigentümer des geschlossenen Bebauungsblocks bei der östlichen Straßenfront des Ringes. In 1900–1919 war Kapsa Stadtrat. Aus der Ehe mit Mari sind vier Tochter hervorgegangen: Georg (1877–1883), Margareta (1878–1915), Lucia (gest. 1945) und Engratia (geb. 1891). Kapsa starb als Witwer am 17. Dezember 1926 und der große Bebauungsblock (in 1925 auf 241.000 Zloty geschätzt) haben zwei seine am Leben gebliebene Töchter geerbt: Lucia, die ca. 1904 den Schiffskapitän Lothar von Schwarz geheiratet hat, und Engratia, die nie heiratete. Schwarz stammte aus Trieste, die nach dem 1. Weltkrieg ein Teil von Italien (früher Österreich-Ungarn) wurde. Aus diesem Grund sie die Thomas Großenkelinnen — Maria Giuseppina und Ruth — italienische Bürgerinnen geworden. Sie haben jedoch ihre Jugendjahre in Tarnowizt verbracht. Lothar und Lucja starben in 1945 – Lothar auf dem Gebiet der Tschechoslowakei a Lucia bei einem Unfall in Katowice.

     


Thomas Kapsa (1844-1926)

 
 

Beschreibung (betriff das im Jahr 1945 verbrannte und endgültig in 1956 abgerissene Haus):
Gemauertes einstöckiges Haus auf einem rechtecksähnlichen Grundriss mit Durchfahrt. Geputzte Fassade im historischen Stil, 12-achsig, mit asymmetrisch exponierten Risaliten in den Achsen: 1–2 und 7–8. Über den Risaliten gibt es Widerlager. Fensteröffnungen rechteckig und auf dem Obergeschoss in Risaliten – rechteckig, mit einem Halbbogen geschlossen.

Krakauer-Str., links das Haus Nr. 2, Fot. ca. 1940-1944

Zusätzliche Informationen, Umbauten:
Die ersten nachgewiesenen Informationen über die Bebauung an dieser Stelle stammen aus dem Kataster aus dem Jahr 1765. Das Haus wurde damals auf 160 Thaler geschätzt und Wert blieb bis Hälfte des 19. Jhdt. unverändert. Nach den Straßenplänen von Krakowska, erstellt von Constantin Koschützki in 1866, wurde damals das neue und wesentlich größere Haus errichtet, das die ganze Breite des Grundstücks beanspruchte. Den Entwurf hat wahrscheinlich Koschützki gezeichnet. Das Erdgeschoss war mehrfach umgebaut – in 1888 von Heinrich Moecke, in 1905 von Johannes Kindler und Karl Korbsch, und in 1914 und 1915 von Konrad Güntzela. In 1930 hat die Fa. T. Filipczyk den Kanalisationsanschluss des Hauses ausgeführt. Das Haus (genauso wie das benachbarte Haus unter Rynek 7) verbrannte im Januar 1945 zu 100% laut Schätzung. Trotzdem, nach einem teilweisen Wiederaufbau in 1946 (Fa. Wieczorek) wurden Geschäfte im Erdgeschoss geöffnet. Der schlechte technische Zustand hatte bald den vollständigen Abriss verursacht. Die Abbruchreste wurden erst in 1956 beseitigt. In 1957 wurde an dieser Stelle ein neues Haus aufgebaut.

Umbauzeichnung der Haeuser Rynek 7 i Krakowska 2 - nach 1866


     


Umbauzeichnung 1905


Umbauzeichnung 1915

 

 
 

Archivalien, Literaturnachweise, Links:

Archiwum Państwowe w Katowicach (Staatsarchiv Katowice),
• Bestand Nr. 1441, Akta miasta Tarnowskie Góry, Az.: 231 – 232 (Bürger Rolle der Stadt Tarnowitz); 2216 – 2230 (Feuer Societaets-Catastrumder Stadt Tarnowitz etc.)

Archiwum Państwowe we Wrocławiu (Staatsarchiv Breslau),
• Rep. 135, nr 700, Chronik der Stadt Tarnowitz erfasst von Lehrer C. Winkler in Tarnowitz.

Archiwum Stowarzyszenia Miłośników Ziemi Tarnogórskiej (Archiv des Freundeskreises des Tarnowitzer Landes),
• Bildsammlung

Urząd Miejski w Tarnowskich Górach, Archiwum Zakładowe (archiwum budowlane), (Stadtamt Tarnowskie Góry, Betriebsarchiv (Bauarchiv))
• Az: A 464

Maria Marciniak, Archeologia pamięci, „Montes Tarnowcensis”, 2011, nr 48

Marek Wojcik, Kamienice przy ulicy Krakowskiej w Tarnowskich Górach (1866–1910), „Rocznik Muzeum w Tarnowskich Górach” 2011, tom III, s. 25.


         

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