Gegenwärtige Adresse:
Rynek 3

Alte Hypothek:
- 3 (ab 1746 )

Historische Adressen:
- Ring 3 (bis 1914)
- Rynek 3 (1924–1939)
- Ring 3 (1939–1944)
- Rynek 3 (1945–1950)
- Plac Stalina 3 (1950–1956)
- Rynek 3 (ab 1956)

Baujahr: ca. 1660

Architekt: unbekannt

Bauherr: Kaiserlicher Salzamt

Eigentümer:
ca. 1660–ca. 1815: Kaiserlicher (später Königlicher) Salzamt
1815–1819: (Ignatz) Ferdinand von Beÿm
1819–1827: Johann Graewe
1830–1835: Isaac Skutsch
1840: Anton Adamczik
1842–1853: Anton Klausa
1866–1880: Salomon Fuchs
1886–1890: Lukas Langer
1903: Phillip Thomalla
1909–1911: Maria Grabowsky
1925–1940: Rudolf Weprzowski

     
Polski / Polnisch
Adressen:
ul. Bondkowskiego
ul. Gliwicka
ul. Górnicza
ul. Krakowska
Rynek
ul. Sienkiewicza
ul. Szymały
ul. Tylna
ul. Wajdy
ul. Zamkowa
pl. Żwirki i Wigury
Personen
Literaturverzeichnis
Stadtplan
 


 
 

Eigentümer und Einwohner:

Ignatz Ferdinand von Beÿm, Reitmeister, Ritter des Ordens Pour le Mérite, Salzkaufmann, ab 1804 Mitglied des Schützenbundes in Tarnowitz. In 1822 hat Beÿm die Errichtung des Steinkohlebergwerks in Boguschütz, der nach seinem Namen „Ferdinand” (später KWK „Katowice”) bezeichnet wurde, eingeleitet. Zu den ersten Eigentümern neben Beÿm gehörten Stanisław Mieroszewski, Wilhelm Wedding und der aus Tarnowitz stammende Isaac Freund (siehe Gliwicka. 4).

Anton Klausa (1805-1870). Der Name Klausa tritt in Tarnowitz bereits im 18. Jhdt., meistens in Verbindung mit dem Beruf des Schmiedes, auf. Auch Anton war Sohn des Schmiedemeisters Anton Bernhard Klausa (1771-1843) und Katharina Barbara geb. Thienel (1776-1833) sowie Großenkel von Klausa Klausa (1726-1777). Anton begann seinen Werdegang am Posten eines Kassiererassistents im hiesigen Salzamt. In 1832 wurde er zum Stadtschatzmeister und ein Jahr später zum Inspekteur (höchster Amt) im hiesigen Schützenbund. In 1835 war er an den Verhandlungen mit der Geschäftsleitung des Bergwergs „Friedrich” über die Wasserversorgung für die Stadt beteiligt. Von einem Gleiwitzer Hüttenbetrieb hat er eine Dampfmaschine zur Wasserförderung aus dem Schacht „Kahler” angeschafft. In jener Zeit hat er die Pauline (1810–1891), die Tochter des Kaufmanns Joseph Sobczik (siehe Rynek 18) geheiratet. Er war auch mit Erfolg an der Leitung von privaten Unternehmen beteiligt. In 1838 erwirkte er die Abbaurechte für die Grube „Paulinensglück” in Boguschütz und in Rotenau bei Rybnik. Am 28. August 1842 zum Bürgermeister von Tarnowitz gewählt. In 1848 nach dem Tod von Karol Godulla wurde Klausa zum Verwalter des Riesenvermögens der Familie Ballestrem ernannt. In den Jahren 1848-1867 verwaltet er mit dem Majorat und den zahlreichen Industriebetrieben sowie trug entscheidend zur Gründung neuer Werke bei: Klinker- und Schamottefabrik (1854), Hütte „Bertha” in Ruda (1855), Grube „Brandenburg” (1856), Grube „Catharina” (1857 ) und der Tarnowitzer Eisenhütte in 1858), die in ihrem Betrieb die umliegenden Erzlagerstätten und die Kohle aus den Ballestrem’schen Bergwerken einsetzte. Es war der größte Industriebetrieb von Tarnowitz, der wesentlich zur Stadtentwicklung beigetragen hat. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Klausa in Myslowitz, wo er für seine Familie die Steinkohlegruben „Wanda”, „Józef”, „Przemsza”, „Waterloo” und „Karlssegen” erwarb und den Schloss Gimmel kaufte.

     

Anton Klausa

Paulina Klausa geb. Sobczik

 
 

Beschreibung:
Dreigeschossiges Haus auf dem Grundriss, der einem Rechteck ähnelt, mit späteren irregulären Flügelanbauten. Mit Satteldach bedeckt. Vierachsige Fassade (zweite Achse vom Osten ist blind) mit rechteckigen Fensteröffnungen. Im Erdgeschoss erhaltene originelle Gewölbe (getrennt jedoch durch sekundäre Wände).

Salzamt, Fassade, ca. 1811



Salzamt, Querschnitt, ca. 1811

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Zusätzliche Informationen, Umbauten:
Höchstwahrscheinlich zwischen 1660–1674 errichtet, mehrfach umgebaut, u.a. in 1889 entstand die neuklassische Fassade (Arch. Otto Kotzulla) und in 1890 erfolgte die Modifizierung des Erdgeschosses (Arch. Emanuel Dziuba). Weiterer Umbau folgte in 1903 und 1930, als die Fassade die heutigen neuklassischen Formen (Arch. Johannes Kindler) erhalten hat.


     

Umbauzeichnung, 1887.

Umbauzeichnung, 1889.

Rynek 3, Fot. 2015.

Rynek 3, Keller, Fot. 2015

 

 

 


 
 

Archivalien, Literaturnachweise, Links:

Archiwum Państwowe w Katowicach (Staatsarchiv Katowice),
• Bestand Nr. 1441, Akta miasta Tarnowskie Góry, Az.: 231 – 232 (Bürger Rolle der Stadt Tarnowitz); 2216 – 2230 (Feuer Societaets-Catastrumder Stadt Tarnowitz etc.)

Archiwum Państwowe we Wrocławiu (Staatsarchiv Breslau),
• Rep. 135, nr 700, Chronik der Stadt Tarnowitz erfasst von Lehrer C. Winkler in Tarnowitz.

Archiwum Stowarzyszenia Miłośników Ziemi Tarnogórskiej (Archiv des Freundeskreises des Tarnowitzer Landes),
• Bildsammlung

Urząd Miejski w Tarnowskich Górach, Archiwum Zakładowe (archiwum budowlane), (Stadtamt Tarnowskie Góry, Betriebsarchiv (Bauarchiv))
• Az: A 715


         

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